Samstag, 31. Juli 2010
 
 
Mit den NOB Studios auf dem Weg in die Arbeit PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 28. August 2005
Entgegen dem Trend bildet der Hürther Studiobetrieb seit Jahren auf hohem Niveau aus und erreicht 2005 eine Ausbildungsquote von 9 %.

Hürth, den 29. August 2005 – Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist in diesem Jahr besonders kritisch. In Nordrhein-Westfalen haben tausende Jugendliche noch keinen Ausbildungsplatz. Die Bewerberzahlen steigen, das Lehrstellenangebot schrumpft. Die NOB Studios sind da eine erwähnenswerte Ausnahme, denn seit Jahren wird hier auf hohem Niveau ausgebildet. Im September beginnen wieder vier angehende Mediengestalter ihre Lehre bei dem Hürther Studiobetrieb. Zusammen mit den schon bestehenden Ausbildungsverhältnissen ergibt sich daraus die beachtliche Ausbildungsquote von 9 %.

Der Ausbildungsmarkt in Köln und im Rhein-Erft-Kreis bleibt jedoch nach wie vor angespannt. So sind der Brühler Bundesagentur für Arbeit von Oktober 2004 bis Juli 2005 4,2% weniger Ausbildungsstellen gemeldet worden als im Berichtszeitraum des Vorjahres. Das bedeutet, es gibt inzwischen doppelt so viele Bewerber wie Stellen. Dabei beruht der Rückgang nach Angabe der Agentur zum weitaus größten Teil auf Stellen im Dienstleistungsgewerbe, zu dem auch die NOB Studios zählen.

Dem Negativtrend im Dienstleistungsgewerbe steht die positive Lehrstellenentwicklung bei den NOB Studios gegenüber. Seit 1998 werden in Hürth Mediengestalter/-innen Bild und Ton sowie Kaufmänner und -frauen für audiovisuelle Medien erfolgreich ausgebildet.

Bei beiden Lehrberufen dauert die Ausbildung in der Regel drei Jahre. Während im kaufmännischen Bereich alle drei Jahre ein Ausbildungsplatz in den NOB Studios zur Verfügung steht, werden bei den Gestaltern jedes Jahr durchschnittlich drei Lehrstellen vergeben.

Als vorbereitende und qualifizierende Maßnahme absolvieren die angehenden Mediengestalter vor ihrer Ausbildung ein einjähriges Praktikum, bei dem sie mehrere Stationen im Fernsehproduktionsbetrieb kennen lernen.

In den vergangenen Jahren lag die durchschnittliche Ausbildungsquote immer zwischen 5 % und 9 % bei einer durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 80 Mitarbeitern. Dieses Jahr ist die Lehrstellensituation in den NOB Studios besonders erfreulich. Gingen 2003 und 2004 noch jeweils vier Auszubildende bei den NOB Studios in der Lehre, so werden sich ab dem 1. September 2005 insgesamt sieben Lehrlinge mit Bild-, Licht- und Tontechnik sowie Kameras und Schnitt auseinandersetzen. Zusätzlich treten ab dem 1. September 2005 sieben neue Praktikanten ihre Stelle bei den NOB Studios an, um sich für einen der begehrten Ausbildungsplätze im Jahr 2006 zu qualifizieren.

Christoph von Borries, Geschäftsführer der NOB Studios, über das Engagement seines Unternehmens im Lehrstellenbereich: „Es ist eine Binsenweisheit: Unternehmen wie das unsere können sich nur mit ausgezeichneten Dienstleistungen am Markt behaupten. Zuverlässige Technik ist dabei sicherlich eine Basis für den Erfolg. Es bedarf jedoch hervorragender Mitarbeiter, um diese Technik gekonnt einzusetzen und damit die Dienste zu erbringen, die uns gegenüber unseren Kunden auszeichnen. Solche Mitarbeiter fallen aber nicht vom Himmel. Wir haben deshalb nicht nur eine Verantwortung gegenüber dem Nachwuchs, sondern selbst das größte Interesse an gut ausgebildeten Mitarbeitern.“

In Anbetracht der fehlenden Ausbildungsplätze im Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Köln hatten die Mitglieder der Vollversammlung der IHK zudem am 27. Juni 2005 beschlossen, sich persönlich für die Schaffung und Akquisition neuer Ausbildungsplätze einzusetzen. Von Borries, Mitglied des Medien-Ausschusses der IHK, ist überzeugt von der Aktion: „Wir stellen bei den NOB Studios in diesem Jahr mehr Ausbildungs- und Praktikantenplätze als ursprünglich geplant zur Verfügung und freuen uns, dass wir damit auch die Umsetzung des Ausbildungspaktes im Bezirk der IHK Köln unterstützen können.“ Allerdings seien die Rahmenbedingungen für die betriebliche Ausbildung nicht immer günstig: „Wir betrachten eine fundierte Berufsausbildung als eine Investition in die Zukunft unseres Unternehmens. Diese Investitionen müssen jedoch bei häufig schwankenden Marktverhältnissen und einem starken Wettbewerbsumfeld immer wieder hart erarbeitet werden. Wir tun dies jedoch gern, da wir sicher sind, dass wir damit unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern“, erläutert der NOB-Geschäftsführer.

Letztes Update ( Donnerstag, 30. März 2006 )
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