Montag, 06. Februar 2012
 
 
WOLFSBURGER SPIELT EINZIGEN DEUTSCHEN IN "FLUG 93" PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 31. Mai 2006

Der deutsche Schauspieler ERICH REDMAN spielt

im englisch-amerikanischen Kinofilm "Flug 93" (Originaltitel: "United 93") den deutschen Passagier Christian A., der bei dem Unglück am 11. September 2001 in Pennsylvania mit weiteren 36 Passagieren ums Leben kam. Die Maschine war das vierte Flugzeug, das an dem Tag von Al Kaida Terroristen gekapert wurde. Die ersten beiden Flugzeuge wurden in die beiden World Trade Centre Gebäude gesteuert, das dritte in den Pentagon, und beim vierten geht man davon aus, daß die Passagiere der United Airlines 93 einen möglichen weiteren Anschlag auf das Weiße Haus vereitelt haben.
Im Film geht es darum, die möglichen, bzw. wahrscheinlichen Ereignisse im Flugzeug, die zum Crash auf einem Feld in Pennsylvania geführt haben, zu rekonstruieren. Handy-Telefonate der Passagiere während des Geiseldramas, sowie Tonaufnahmen aus dem Cockpit wurden als Grundlage für die Handlung verwendet. Der Film wurde ohne konventionelles Drehbuch gedreht, nur mit einem sogenannten Treatment. Der Dialog und Handlungsablauf wurden von der Besetzung und dem Regisseur Paul Greengrass in Improvisationen während der Proben ausgearbeitet.
Erich Redman - ursprünglich aus Wolfsburg - ist ein vielbeschäftigter deutscher Schauspieler, der seit einigen Jahren im internationalen englischsprachigen Raum Fuß gefaßt hat. Zu seinen weiteren Filmen gehören "Der Soldat James Ryan", "Die Liebe der Charlotte Gray", "U-571", "Dr. Flynn - Überleben ist Glückssache", sowie diverse Produktionen für RTL, ZDF und BBC.
Die Dreharbeiten zu "Flug 93" wurden in den Pinewood Studios (in der Nähe vom Windsor Castle) in einer originalen United Airlines Maschine durchgeführt. Extreme Tief- und Kurvenflüge wurden mechanisch simuliert, diverse Schauspieler erhielten Prellungen und Hautabschürfungen. Da es kein Drehbuch gab - eine künstlerische Entscheidung des Regisseurs, dem es um echte, nicht gespielte Emotionen ging - wurde das Geiseldrama vierzehn Mal "in real time" gedreht, jeweils 40 Minuten pro Take.
Erich Redman spielt die Rolle des deutschen Exportdirektors des Deutschen Weininstituts Christian A., der an dem Tag mit der United 93 Maschine von New York nach San Francisco fliegen wollte, um bei einer Weinprobe teilzunehmen. Im Film übernimmt Redman die "Stimme der Vernunft", indem er seine Mitpassagiere an Mogadischu erinnert und dazu mahnt, mit den Geiselnehmern bis zur Landung zu kooperieren, doch wenn klar wird, daß diese keine Landung vorhaben, wird er von den anderen überstimmt.
"United 93" war am 25. April Eröffnungsfilm des von Robert de Niro als Reaktion auf die "9/11" Terroranschläge ins Leben gerufenen Tribeca Film Festivals in New York. Am 28. April kam der Film in die nordamerikanishen Kinos und wurde von den amerikanischen Medien für seine Integrität und Authentizität gelobt.
Kinostart in Deutschland für "Flug 93" ist an diesem Donnerstag, dem 1. Juni.
Letztes Update ( Mittwoch, 31. Mai 2006 )
 
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