| PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2 |
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| Dienstag, 20. Juni 2006 | |
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Im Verleih der Buena Vista International
DER FILM
Captain Jack is back! Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um sich jetzt schon auf den Blockbuster des Kinojahres 2006 zu freuen. Denn Filmfans auf der ganzen Welt wissen natürlich, dass mit Captain Jack kein anderer als Superstar Johnny Depp gemeint ist und seine Rückkehr nichts anderes bedeuten kann, als dass Megaproduzent Jerry Bruckheimer und Regisseur Gore Verbinski („Ring“)drei Jahre nach dem Sensationserfolg von FLUCH DER KARIBIK (mit sechs Millionen Besuchern allein in den deutschen Kinos) endlich die lang ersehnte Fortsetzung vorlegen – noch abenteuerlicher, noch temporeicher, noch verrückter! Und vor allem: noch unterhaltsamer!
Diesmal sieht sich Captain Jack Sparrow (Johnny Depp), gerade erst dem Fluch der Black Pearl entkommen, mit einem neuen lebensbedrohenden Abenteuer konfrontiert: Denn Jack steht in lebenslanger Schuld bei Davy Jones (Bill Nighy), dem legendären Kapitän des Flying Dutchman und Herrscher über die Tiefen des Ozeans. Wenn er keinen Weg findet, den Bann zu brechen, ist er zu einem höllischen Leben nach dem Tode in ewiger Finsternis verdammt. Doch damit nicht genug: Jacks ausgesprochen existenzielle Probleme erweisen sich obendrein als Hindernis für die bevorstehende Hochzeit seiner Freunde Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Keira Knightley), die wider Willen in die andauernden Eskapaden des Kapitäns verwickelt werden. Das Abenteuer kann beginnen ...
Neben Superstar Johnny Depp kehren all die Topstars in PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2 zurück, mit denen man schon in Teil eins bangte, allen voran Publikumsliebling Orlando Bloom (DER HERR DER RINGE, KÖNIGREICH DER HIMMEL) und Leinwand-Beauty Keira Knightley (STOLZ UND VORURTEIL). Zwei Dinge sind garantiert: Bei so viel Action, Spannung, Fun und Effekten werden die Kinos bis auf den letzten Platz gefüllt sein. Und ein dritter Teil wird nicht lange auf sich warten lassen: PIRATES OF THE CARIBBEAN 3 wurde unmittelbar im Anschluss an den zweiten Teil gedreht und kommt im Frühsommer 2007 in die deutschen Kinos.
SEEMANNSGARN
„Unser Ziel war es, das Publikum wie beim ersten Film auf einen wilden Ritt mitzunehmen“, bestätigt Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer. „Der Unterschied ist, dass die Story diesmal auf Seemannsgarn beruht. Im zweiten Teil geht es nicht mehr um einen Schatz. Im Mittelpunkt stehen all die alten Piratengeschichten, die man sich hinter vorgehaltener Hand erzählt – es geht um das Meer und das Leben auf dem Meer.“ „Dieses Mal bewegen wir uns an Orte, an denen wir bisher noch nicht waren“, erzählt Szenenbildner Rick Heinrichs. „Dazu gehören zum Beispiel der Rand der Welt und die Tiefe des Ozeans selbst. Bei Film Nummer zwei und drei erlauben wir uns einen etwas mythologischeren Ansatz, was das Meer bedeutet, was es bedeutet, ein Pirat zu sein.“
Jerry Bruckheimer meint: „Piraten werden von Mythen umrankt, seitdem sie in der westlichen Zivilisation im 15. oder 16. Jahrhundert erstmals auftauchten.“ Der Historiker David Cordingly führt weiter aus: „Piraten gab es immer schon, sie sind fester Bestandteil aller menschlichen Kulturen, seitdem der Mensch zur See fährt. Es gab sie im alten Griechenland, im alten Rom, die Wikinger waren streng genommen nichts anderes als Piraten, und natürlich gibt es Piraten auch heute noch.“
„Ein PIRATES OF THE CARIBBEAN-Film ist immer nur so gut wie sein Bösewicht“, weiß Bruckheimer. „Und diesmal haben wir uns einen ganz besonders bösartigen Kerl ausgesucht: Davy Jones, der als einer der Urpiraten gilt. Und wir werden dem Publikum alles über ihn erzählen, was ihn interessant und faszinierend macht.“ Dazu gehört unter anderem das legendäre Schiff des Urvaters aller Piraten, der Flying Dutchman. Peter Twist, Berater in historischen Fragen, sagt: „Den Flying Dutchman gab es tatsächlich – ein berühmtes Schiff, das eines Tages spurlos von der Bildfläche verschwand. Man vermutet, dass es Schiffbruch erlitt, weil sein Kapitän ein paar katastrophale Entscheidungen traf. Seither geht die Seefahrersage, dass ein Schiff dem Untergang geweiht ist, wenn man den Flying Dutchman sieht.“ In PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2 gibt es eine eigene Interpretation der Legende. Wie in zahlreichen anderen Fällen nahm man sich klassisches Seemannsgarn und bereicherte es mit einigen eigenen Ideen, um es den Bedürfnissen der Produktion anzupassen. Daraus ergibt sich eine interessante und immer wieder überraschende Geschichte.
Eine weitere Idee war es, die Piraten wie einen Teil des Schiffs aussehen zu lassen. „Wenn man nur einen flüchtigen Blick auf das Schiff wirft, dann merkt man überhaupt nicht, dass da Piraten an Bord sind – so perfekt verschmelzen sie mit ihrem Umfeld“, berichtet Rick Heinrichs. „Wir hoffen, dass es sehr gruselig wirkt, wenn man erkennt, dass das Schiff sozusagen lebendig ist.“ Animation-Director Hal Hickel führt aus: „Die Piraten auf dem Flying Dutchman sind so lange schon auf See, dass sie längst eine Kruste angesetzt haben – eine Kruste, die aus allen möglichen Arten von Meerestieren besteht. Wir hatten also jede Menge Möglichkeiten, uns an Davy Jones und seiner Crew auszutoben und witzige Ideen umzusetzen.“
GESCHICHTE UND FIGUREN
„Alle Stars des ersten Teils sind wieder an Bord“, verkündet Jerry Bruckheimer nicht ohne Stolz. Keira Knightley, Orlando Bloom und natürlich Johnny Depp konnten erneut verpflichtet werden für eines der aufwändigsten und ambitioniertesten Filmunterfangen aller Zeiten. „Aber nicht nur das“, erklärt der Produzent weiter. „Auch all die tollen Nebenfiguren, für die sich das Publikum im ersten Film begeisterte, spielen wieder Rollen in den beiden Fortsetzungen. Vor allem aber freue ich mich auf die neuen Gesichter, die wir vorstellen können. Johnny Depp wird ein paar interessante neue Freunde kennen lernen – und einige verdammt gruselige neue Gegenspieler!“ Wer genau das außer Davy Jones sein wird, will der Produzent noch nicht verraten, um den Fans die Vorfreude nicht zu nehmen.
Aber er verrät, um was es im zweiten Teil gehen wird: „Captain Jack Sparrow hat einen unseligen Vertrag geschlossen, um sein Schiff zurückzubekommen. Jetzt ist die Zeit gekommen, die Schulden zu begleichen.“ Regisseur Gore Verbinski wird noch etwas genauer: „Zehn Jahre sind verstrichen, seitdem Captain Jack einen Handel mit dem Teufel einging, um wieder an Bord der Black Pearl in See stechen zu können. Nun taucht Urpirat Davy Jones auf, um Jacks Seele in Empfang zu nehmen.“ Um sie behalten zu können, muss Jack dem übermächtigen Gegenspieler ein neues Versprechen geben. Und damit nimmt das zweite Abenteuer seinen Lauf.
Von Seiten des Produzenten gab es nur eine Vorgabe: FLUCH DER KARIBIK sollte ein Versprechen sein, das mit den Teilen zwei und drei eingelöst wird. Soll heißen: Alles, was den ersten Film zu einem der größten Erfolge in der Geschichte der Walt Disney Studios machte, sollte sich auch in den beiden folgenden Filmen finden – nur noch größer, noch abenteuerlicher, noch spannender, noch witziger. Jerry Bruckheimer bringt es auf den Punkt: „Die neuen Filme sollen einfach noch mehr Spaß machen.“ Und Gore Verbinski meint: „Alle Beteiligten – die Autoren, die Schauspieler, die Crew – hatten unbändige Lust, die im ersten Teil angesprochenen Ideen und Figuren aufzugreifen und weiter zu entwickeln. Wir hatten den Eindruck, dass wir mit dem ersten Film gerade erst die Oberfläche angekratzt hatten.“
„Wir lieben die Figuren. Und natürlich wollten wir selbst wissen, was sie noch alles erleben, wie sie sich entwickeln“, erklärt Jerry Bruckheimer. „Um nichts anderes geht es uns mit den neuen Filmen: Wir lassen sie allerhand Abenteuer erleben - und erlauben uns dabei einen noch tieferen Blick darauf, wer unsere Helden eigentlich sind. Wir lassen das Publikum wissen, was in ihrem Leben seit dem ersten Teil passiert ist. Ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage, dass wir ein paar tolle Überraschungen parat haben.“
LOCATIONS UND SETS
„Ich glaube, dass man das, was wir mit diesem Film versuchen, noch niemals zuvor im Kino gesehen hat“, sagt Szenenbildner Rick Heinrichs nicht ohne Stolz. „Natürlich ist PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2 ein Fantasy-Film. Aber gerade wenn man Fantasy macht, muss sich jedes Set und jede Situation so real wie möglich anfühlen, wenn man einen glaubwürdigen Film machen will. Also war unbedingte Authentizität das oberste Gebot für unsere Arbeit. Das Publikum muss glauben, dass es sich mit den Figuren an den Orten befindet, die wir ihm zeigen – und seien sie noch so unglaublich.“
Dafür wurden keine Kosten und Mühen gescheut. „Einige tausend Menschen arbeiteten an diesem Film“, berichtet Jerry Bruckheimer. „Rund 700 davon waren mit dem Bau der Schiffe und der Vorbereitung der Inseln, auf denen gedreht wurde, betraut.“ Trotzdem gab es immer Engpässe. „Egal, wie viele Boote man baut, es sind nie genug“, betont Co-Marine-Coordinator Rick Hicks. „Und dann muss man eine komplette Infrastruktur schaffen. Wir haben da Crews, die sich bis zu zwölf Stunden auf den Schiffen aufhalten. Diese Menschen brauchen Nahrung. Und ab und zu muss man auch auf die Toilette. Man muss die Schauspieler, Statisten und Techniker transportieren wie auch das Filmequipment. Die Logistik war also gewaltig.“
Eines der ersten Sets war Port Royal. „Dabei konnten wir auf Bauten aus dem ersten Teil zurückgreifen, die wir nur wieder auf Vordermann bringen mussten“, meint Rick Heinrichs. „Aber wir haben auch viele neue Gebäude und Straßen errichtet.“ Als Drehort diente Black Point Beach auf der Ostseite der karibischen Insel St. Vincent, was das Produktionsteam als exzellente Vorbereitung für die Filmaufnahmen auf Dominica ansah, einer Insel, die zur Gruppe der Grenadines gehört. „Dominica ist eine ziemlich primitive Insel“, meint Jerry Bruckheimer. „Die Küste ist so rau und unberechenbar, dass man mit Kreuzfahrtschiffen überhaupt nicht erst anlegen kann.“
Unit-Production-Manager Doug Merrifield erläutert: „Dominica, eine wunderbare und einsame Insel mit üppiger Vegetation, war als Drehort die größte Herausforderung, der wir uns zu stellen hatten. Aber man darf nie vergessen: Bei PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2 handelt es sich um einen Film von Gore Verbinski. Im Klartext heißt das: Je extremer und entlegener, desto besser. Da mussten wir also durch. Und es hat sich gelohnt: Die Aufnahmen sind unglaublich.“ Production-Supervisor Tommy Hayslip sieht das ähnlich: „Dominica ist deshalb anders, weil die Gegend so wild und unberührt ist. Bei jedem einzelnen Drehort auf der Insel mussten wir eigens eine Straße bauen, um koordinierte Filmarbeiten überhaupt erst zu ermöglichen. Dabei war es nicht so einfach, erst einmal die einzelnen Orte zu erreichen. Der Aufwand war gewaltig: Manche Locations sahen aus der Luft wunderbar aus, aber waren eigentlich unmöglich, weil wir nicht wussten, wie wir dorthin kommen sollten. Aber Gores Antwort war immer die gleiche: Wenn es einfach wäre, würden wir gar nicht erst dort drehen wollen.“
Auf den Bahamas baute die Produktion einen gewaltigen Wassertank, worin die Meeresaufnahmen stattfanden. Auf Disneys gewaltiger Bühne 2 ließ man Voodoo Island entstehen, und auf dem Studiogelände von Universal wurde die beeindruckende Tortuga-Bar errichtet. „Unsere Aufgabe war klar definiert“, fasst Doug Merrifield zusammen. „Wir haben alles für Gore Verbinski, Jerry Bruckheimer und das Studio getan, damit der Film absolut spektakulär aussieht.“
TIERE
Wie schon in FLUCH DER KARIBIK kommen auch in den beiden Fortsetzungen wieder eine Menge Tiere zum Einsatz. Wie jeder bestätigen kann, der bei einem Film schon einmal mit Tieren gearbeitet hat: Es gibt kaum eine größere Herausforderung, weil selbst bestens trainierte Tiere unberechenbar sind.
Tiertrainer Boone Narr erklärt: „Bei der Eröffnungssequenz des Films wird sofort deutlich, dass die Produktion vor keiner potenziellen Schwierigkeit zurückgeschreckt ist. Wir hatten 15 Raben und Krähen, die sich auf einigen verrottenden Menschenkörpern in Käfigen niederlassen sollten. Das gab den Ton vor. Unsere Aufgabe ist es ja nicht, einfach nur Hunde einen Rückwärtssalto schlagen zu lassen. Vielmehr bevölkern wir den Film mit Ziegen, Hühnern, Schafen, Schweinen, Pferden, Affen, Hunden und Vögeln und noch viel mehr. Das ist von einem logistischen Standpunkt aus betrachtet ziemlich aufwändig.“
Chopper, den Gefängnishund, kennt man bereits aus dem ersten Teil. „Um ehrlich zu sein: Chopper ist in Wahrheit ein Double für den Hund aus dem ersten Teil, Twister, der mittlerweile in Ruhestand gegangen ist“, berichtet Narr. „Um sicher zu gehen, mussten wir auch für Chopper einen Ersatz trainieren, Checkers.“ Bei Chopper handelt es sich um einen ausgesprochen dreherfahrenen Hund: Er hat bereits mehrere hundert Filme, Werbespots und Fernsehshows auf seinem haarigen Buckel. Doch in PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2 war er gezwungen, sich selbst zu übertreffen. „In einer Szene muss sich Chopper an Bord eines Boots einen Schlüssel schnappen, von Bord springen und mit dem Schlüssel an Land schwimmen“, erzählt Narr. „Das ist ziemlich kompliziert, denn der Hund darf dabei keinen Moment Angst haben. Sonst bringt man ihn nicht dazu, die Szene zu wiederholen. Und er muss immer den Eindruck haben, als wäre das jetzt gerade seine eigene Idee. Liebe, Geduld und Verständnis – wenn man das nicht für den Hund aufbringt, wird er nicht bereit sein, vor der Kamera das zu machen, was man von ihm verlangt.“
Auch der Affe Jack und Cottons Papagei sind wieder mit von der Partie. Aber auch völlig neue Erfahrungen warteten auf Boone Narr. „In einer Szene mussten wir ein Pferd dazu bringen, sich mit einem Reiter auf dem Rücken inmitten der Karibik auf ein winziges Boot zu begeben und dabei völlig ruhig zu bleiben, während es in Richtung Strand gerudert wird.“ Die Crewmitglieder waren sich dabei nicht sicher, wer mutiger war: das Pferd, das endlose Wiederholungen über sich ergehen lassen musste, oder der Reiter, der auf dem Rücken ausharren musste.
SCHIFFE
„In PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2 steht das Meer im Mittelpunkt – und die Freiheit des Meeres“, sagt Jerry Bruckheimer. „Das Abenteuer spielt sich in beträchtlichem Maße auf den Piratenschiffen ab.“ Zur Black Pearl, dem Schiff von Captain Jack Sparrow, das das Publikum bereits aus FLUCH DER KARIBIK kennt, gesellen sich in diesem Abschnitt der Saga noch der Flying Dutchman und vier weitere Schiffe, die allesamt seetüchtig sein mussten.
„Die Black Pearl, die wir in diesem Film erleben, setzt sich aus Einzelteilen zusammen, die wir aus der ganzen Welt zusammengetragen haben“, erklärt Unit-Production-Manager Doug Merrifield. „Wir kauften ein Schiff und verbrachten danach die nächsten acht Monate damit, auf diesem Schiff die Black Pearl zu errichten.“ Bootsbauer Chuck Handy erklärt die Prozedur: „Die Basis bildet ein 30 Meter langes Vorratsboot aus Stahl, dessen Stahlrahmen wir entsprechend verstärkten. Darum formten wir die Bootshaut, die das Schiff so aussehen lässt, als sei es aus Holz gebaut. Dafür kamen vier Schichten Holz zum Tragen, die wir mit Klebstoff aufeinander fügten.“
„Große Holzschiffe findet man nicht so einfach“, weiß Co-Marine-Coordinator Rick Hicks, weil der Bau eines solchen Schiffs mit all seinen Einzelteilen – Masten, Takelage, Segel – sehr zeit- und kostenintensiv ist. Handy sagt: „Alles in allem arbeiteten etwa 50 Leute daran, die Black Pearl seefertig zu machen.“
Zu den weiteren Schiffen im Film zählt das Boot, das 1962 für den Marlon-Brando-Film MUTINY ON THE BOUNTY („Meuterei auf der Bounty“) gebaut worden war. Als man die Bounty mietete, lag sie in Chicago vor Anker. Das heißt, dass man sie vom Norden der USA zunächst nach Mobile, Alabama, segeln lassen musste, wo man sie für die Bedürfnisse der Produktion herrichtete. Danach ging es über Key West und an der Dominikanischen Republik vorbei weiter nach St. Vincent – insgesamt ein Segeltörn für eine 18-köpfige Mannschaft, der 2.000 Meilen umspannte. Des Weiteren holte man sich für den Dreh die Stoop Providence, die man im Film als die Perseverance zu sehen bekommt und die als Besonderheit auf den beiden Seiten unterschiedlich angemalt wurde.
Und dann ist da noch der Flying Dutchman. „Wir haben intensiv recherchiert, wie ein Schiff wohl aussehen würde, das vor vielen Jahren untergegangen ist und seither am Boden des Ozeans lag“, erzählt Szenenbildner Rick Heinrichs. Was er mit seiner Crew auf die Leinwand zauberte, war eine Leistung, vor der selbst der mit allen Wassern gewaschene Routinier Jerry Bruckheimer Respekt hatte: „Das Boot ist ein wahres Kunstwerk. Es ist unglaublich, was unser Team da auf die Beine gestellt hat.“ Vor allem der erste Anblick im Film ist unvergesslich, wie Heinrichs befindet: „Wenn das Schiff da aus den Fluten auftaucht, hält man unweigerlich den Atem an.“ Dabei gab es nur eine Vorgabe: Der Fliegende Holländer sollte furchterregend sein, als sei er ein atmendes, lebendiges Ungetüm – und das ist Heinrichs Team perfekt gelungen.
STUNTS UND SCHWERTER
Was wäre ein PIRATES OF THE CARIBBEAN-Film ohne eine Vielzahl an Stunts und Kampfsequenzen? Jerry Bruckheimer verspricht, dass kein Fan enttäuscht sein wird: „Wir haben die Schraube auch in dieser Hinsicht massiv angezogen. Der Film hat deutlich mehr Abenteuer zu bieten als der Vorgänger. Vor allem ein gewaltiger Schwertkampf auf und in einem riesigen Holzrad bietet alles, was sich ein Actionfan jemals erträumen könnte.“
Stunt-Coordinator George Ruge erläutert, warum diese Szene so kompliziert war: „Keinem von uns war im Vorfeld bewusst, wie man einen Kampf auf einem Rad choreographiert. So ein Rad ist ja nicht für diese Art von körperlicher Ertüchtigung gebaut. Es soll nur eines tun: rollen.“ Der Kampf ist in drei Abschnitte unterteilt. Er beginnt am Strand, bewegt sich dann weiter zu einer Anhöhe und einer verlassenen Kirche, wo die Kombattanten ihre Auseinandersetzung auf einem sechs Meter hohen Rad fortsetzen, das sich aus seiner Verankerung löst und losrollt. Auf diesem Rad geht es dann wieder bergab. Während es immer schneller rollt, kämpfen die Duellanten auf und in dem Rad und müssen dabei nicht nur den Gegner im Auge haben, sondern auch zahlreiche Hindernisse bewältigen. „Das war sehr gefährlich“, betont Mark Wagner, das Stuntdouble von Orlando Bloom. „Wir wussten sofort, dass dies eine ganz besondere Szene werden würde“, meint George Ruge kopfschüttelnd.
„Dazu kommen ein paar Schlachten zwischen den verschiedenen Schiffen“, sagt Bruckheimer und fügt hinzu: „Und ein paar Überraschungen habe wir auch noch in petto, die die Fans aus den Sitzen reißen werden.“ George Ruge erklärt: „Gore Verbinski hält sich nicht mit Kleinkram auf. Seine Vision ist gewaltig. Und er hat die nötige Begeisterung, alle im Set mitzureißen und zu Höchstleistungen anzuspornen. Seine Energie ist absolut ansteckend. Dabei lässt er einem die nötige Freiheit, wirklich alles aus sich herauszuholen. Besser geht’s nicht.“
Vor allem konnte sich Ruge bei seiner Arbeit auf Schauspieler verlassen, die zu allem bereit waren. „Orlando Bloom ist eine Allzweckwaffe und wirklich in jeder noch so gefährlichen Situation einzusetzen. Er hat ein perfektes Gespür für Stuntchoreographie“, lobt Ruge den Jungstar, mit dem er bereits an sechs Filmen gearbeitet hat. Nicht minder beeindruckend ist Keira Knightley. „Wenn Keira keine Schauspielerin wäre, gäbe ich ihr sofort einen Vertrag für meine Stuntgruppe“, lobt der Stuntfachmann. „Sie ist förmlich für Action geboren. Sie lernt schnell und hat eine beeindruckende Kontrolle über ihren Körper.“ All das trifft auch auf Hauptdarsteller Johnny Depp zu, den Ruge als „Naturtalent“ bezeichnet. „Man muss ihm alles nur einmal zeigen“, erzählt Ruge. „Dann kapiert und verarbeitet er es. Und wenn er vor die Kamera tritt, beherrscht er das Gezeigte – und spielt es so, wie es Jack Sparrow tun würde.“
Jerry Bruckheimer fasst zusammen: „Wir haben ein gemeinsames Ziel: Unterhaltung. Und die setzt sich zusammen aus Humor, Abenteuer und Drama – allesamt Zutaten, die man aus dem ersten Film kennt. In den nächsten beiden Filmen bieten wir all das erneut – bloß jeweils mehr davon.“ |
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| Letztes Update ( Freitag, 11. August 2006 ) |
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